Daniel Weiß

Daniel Weiß (* 22. Februar 1990 in Titisee-Neustadt) ist ein deutscher Eishockeyspieler, der seit Januar 2024 bei den Kassel Huskies aus der DEL2 unter Vertrag steht und dort auf der Position des rechten Flügelstürmers spielt. Zuvor war Weiß unter anderem für die Eisbären Berlin, Nürnberg Ice Tigers, Augsburger Panther, Düsseldorfer EG, Iserlohn Roosters, Schwenninger Wild Wings und Bietigheim Steelers in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aktiv, wo er fast 700 Partien absolvierte und mit den Eisbären Berlin viermal die Deutsche Meisterschaft gewann. Sein älterer Bruder Alexander ist ebenfalls professioneller Eishockeyspieler.

Deutschland  Daniel Weiß

Geburtsdatum 22. Februar 1990
Geburtsort Titisee-Neustadt, Deutschland
Größe 185 cm
Gewicht 86 kg

Position Rechter Flügel
Schusshand Links

Karrierestationen

2005–2008 Eisbären Juniors Berlin
2008–2012 Eisbären Berlin
2012–2013 Nürnberg Ice Tigers
2013–2014 Eisbären Berlin
2014–2016 Augsburger Panther
2016–2018 Düsseldorfer EG
2018–2019 Nürnberg Ice Tigers
2019–2020 Iserlohn Roosters
2020–2021 Eispiraten Crimmitschau
2021 Schwenninger Wild Wings
2021–2023 Bietigheim Steelers
2023–2024 EC Bad Nauheim
seit 2024 Kassel Huskies

Karriere

Weiß im Trikot der Bietigheim Steelers (2022)

Weiß begann seine Karriere im Jahr 2005 in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) bei den Eisbären Juniors Berlin. Dort konnte sich der rechte Flügelstürmer durch gute Leistungen für ein Engagement in der Oberliga-Mannschaft der Eisbären Juniors empfehlen. In der Saison 2007/08 hatte er mit 25 Scorerpunkten in 35 Spielen maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt der Berliner Nachwuchsmannschaft. Darüber hinaus stand er in derselben Spielzeit erstmals im Profi-Kader der Eisbären und absolvierte zwölf Spiele in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Mit den Eisbären gewann er 2009 die Deutsche Meisterschaft. Im Oktober 2009 erhielt der Stürmer eine Förderlizenz für die Dresdner Eislöwen, den Kooperationspartner der Eisbären in der 2. Bundesliga, um Spielpraxis zu sammeln.[1] In der folgenden Spielzeit gehörte er zum Kader der Eisbären, die die European Trophy 2010 gewinnen konnte.

Am 15. November 2012 wechselte Daniel Weiß auf Leihbasis zunächst bis Ende der Saison 2012/13 zum Ligakonkurrenten Nürnberg Ice Tigers,[2] wobei Berlin Weiß bis Jahresende 2012 zurückholen hätte können, jedoch darauf verzichtete.[3] Die Spielzeit 2013/14 verbrachte er wieder in Berlin, wechselte anschließend aber zu den Augsburger Panthern, für die er bis zum Ende der Saison 2015/16 auf dem Eis stand. Am 3. April 2016 gab die Düsseldorfer EG bekannt, Weiß bis 2019 unter Vertrag genommen zu haben.[4] Vor der Saison 2018/19 einigten sich Weiß und die Düsseldorfer EG auf eine Vertragsauflösung und Weiß wechselte erneut zu den Nürnberg Ice Tigers.[5][6] Der meist in einer defensiven Rolle, so unter anderem im Unterzahlspiel eingesetzte Mittelstürmer, konnte in dieser Spielzeit bei den Mittelfranken mit 30 erzielten Punkten auch offensive Akzente setzen. So wechselte er zur Saison 2019/20 zum Ligakonkurrenten Iserlohn Roosters, bei denen er eine offensivere Rolle übernehmen sollte.[7] Dies gelang bei neun Scorerpunkten aus 40 Spielen nur zum Teil.

Nach Ablauf seines Vertrages war Weiß vereinslos, ehe er im November 2020 von den Eispiraten Crimmitschau aus der DEL2 verpflichtet wurde. Für die Eispiraten war er bis Februar 2021 aktiv, ehe er zu den Schwenninger Wild Wings wechselte, damit wieder in der DEL spielte und bei den Wild Wings auf seinen Bruder Alexander traf. Von Juli 2021 an stand er beim DEL-Aufsteiger Bietigheim Steelers unter Vertrag[8], bevor Weiß im Februar 2023 erneut in die DEL2 wechselte und sich dem EC Bad Nauheim anschloss. Mit den Roten Teufeln erreichte er in der Folge das Meisterschaftsfinale und gehörte dem Kader bis zum Januar 2024, ehe sich der Klub von ihm trennte. Weiß schloss sich daraufhin dem Ligakonkurrenten Kassel Huskies an.

International

Für die deutsche U18-Auswahl nahm Weiß an den Weltmeisterschaften dieser Altersklasse in den Jahren 2007 und 2008 teil. Im Jahr 2008 wurde er zudem für die U20-Nationalmannschaft nominiert, mit der er im selben Jahr an der U20-Weltmeisterschaft der Division I in Bad Tölz teilnahm und den Aufstieg in die Top-Division feiern konnte. Weiß absolvierte fünf Spiele und konnte dabei neun Scorerpunkte sammeln. Damit war er einer der punktbesten Spieler der deutschen Auswahl.

Weitere Einsätze folgten bei der U20-Weltmeisterschaft 2009 und der U20-Weltmeisterschaft der Division I 2010. Im Jahr 2009 musste die U20-Auswahl in die Division I absteigen, schaffte aber 2010 den Wiederaufstieg in die Top-Division. Dazu trug Weiß als deutscher Topscorer und zweitbester Scorer des Turniers mit drei Toren und vier Assists bei. In der A-Nationalmannschaft kam der Flügelstürmer im Verlauf der Saison 2011/12 zu zwei Einsätzen.

Erfolge und Auszeichnungen

  • 2011 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2012 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin

International

Karrierestatistik

Stand: Ende der Saison 2022/23

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2005/06 Eisbären Juniors Berlin DNL 3610182843 21122
2006/07 Eisbären Juniors Berlin DNL 24181129106 32136
2006/07 Eisbären Juniors Berlin Oberliga 1812320 210112
2007/08 Eisbären Juniors Berlin DNL 45274 33034
2007/08 Eisbären Juniors Berlin Oberliga 3511142567 514268
2007/08 Eisbären Berlin DEL 120006 20000
2008/09 Eisbären Berlin DEL 40551053 121012
2008/09 Eisbären Juniors Berlin Oberliga 825718
2009/10 Eisbären Berlin DEL 3914536 50002
2009/10 Dresdner Eislöwen 2. Bundesliga 1235818
2010/11 Eisbären Berlin DEL 516511107 120000
2011/12 Eisbären Berlin DEL 50471122 131234
2012/13 Eisbären Berlin DEL 1710120
2012/13 Nürnberg Ice Tigers DEL 3425730 30110
2013/14 Eisbären Berlin DEL 50551032 30002
2014/15 Augsburger Panther DEL 4551722107
2015/16 Augsburger Panther DEL 51771466
2016/17 Düsseldorfer EG DEL 52671391
2017/18 Düsseldorfer EG DEL 34381112
2018/19 Nürnberg Ice Tigers DEL 529152436 824610
2019/20 Iserlohn Roosters DEL 4045916
2020/21 Eispiraten Crimmitschau DEL2 22717246
2020/21 Schwenninger Wild Wings DEL 262138
2021/22 Bietigheim Steelers DEL 44771420
2022/23 Bietigheim Steelers DEL 42891722
2022/23 EC Bad Nauheim DEL2 712313 1566128
DNL gesamt 64333164153 862812
Oberliga gesamt 61142135105 743710
2. Bundesliga/DEL2 gesamt 4111243537 1566128
DEL gesamt 67975107182684 58471120

International

Vertrat Deutschland bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
2007 Deutschland U18-WM 8. Platz 61122
2008 Deutschland U20-WM Div. I 1. Platz 52796
2008 Deutschland U18-WM 5. Platz 64048
2009 Deutschland U20-WM 9. Platz 62242
2010 Deutschland U20-WM Div. I 1. Platz 53470
Junioren gesamt 2812142618

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Commons: Daniel Weiß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Weitere Förderlizenzspieler für die Dresdner Eislöwen. In: icehockeypage.net. 7. Oktober 2009, archiviert vom Original am 7. Oktober 2009; abgerufen am 5. Februar 2017.
  2. Claus Vetter: Die Jugend macht Platz: Daniel Weiß wechselt nach Nürnberg, Tagesspiegel, 16. November 2012, abgerufen am 2. Dezember 2012
  3. Jan Schröder: EHC Eisbären: Die Eisbären sind bereit fürs große Spiel, Tagesspiegel, 2. Januar 2013, abgerufen am 15. Januar 2013
  4. DEG verpflichtet Haase und Weiß. In: sport1.de. 3. April 2016, abgerufen am 29. Juni 2018.
  5. Vertrag mit Daniel Weiß aufgelöst. In: www.eishockey.info. 26. Juni 2018, abgerufen am 29. Juni 2018.
  6. Nürnberg holt Daniel Weiß von der Düsseldorfer EG. In: nrz.de. 26. Juni 2018, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 12. März 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/www.nrz.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  7. Daniel Weiß verstärkt den Angriff der Iserlohn Roosters. Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, 24. Mai 2019, abgerufen am 13. August 2019.
  8. Daniel Weiß wechselt nach Bietigheim. In: hockeyweb.de. 11. Juli 2021, abgerufen am 24. September 2021.
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